
,,Die Wehen der Geburt sind der Atem der Schöpfung“
Lara Auchter
Viele haben Respekt vor der Kraft der Wehen, die Welle die einen so plötzlich durch den ganzen Körper überfällt, aber ist das wirklich so? Vorstellen kann man sich die Wehen bis zur Geburt des eigenen Kindes tatsächlich nicht.
Eine Wehe entsteht in der Gebärmutter:
Die Gebärmutter ist ein Muskel, der sich zusammenziehen kann.
In der Wehe wird der Bauch hart und die Gebärmutter stellt sich dabei etwas auf.
In der Schwangerschaft gibt es Übungswehen, die nicht schmerzhaft sind und Senkwehen (ab 36. Schwangerschaftswoche), die deinem Baby in den ersten Abschnitt des Beckens helfen.
Manchmal kann es auch sein, dass deine Gebärmutter mit einem Ziehen antwortet wenn du viel unterwegs warst. Mit ein wenig Ruhe und Beine hochlegen entspannt sich auch deine Gebärmutter wieder.
Ganz wichtig falls du vor der Geburtszeit deines Babys, schmerzhafte Wehen spürst, informiere bitte deine Hebamme/ Gynäkologe darüber.
Los geht’s, die Geburt steht kurz bevor. Manche Frauen spüren schon Vorwehen die Gebärmutter läuft sich warm.
Wenn deine Wehen regelmäßig und kräftig sind, anfangs in größeren Abständen z.B. alle 5 min macht sich dein Baby auf den Weg.
Achtung, die Wehenpause sollte immer länger sein als die Wehe.
Ganz wichtig es spielt keine Rolle wie sehr der Wehenschreiber auf dem CTG ausschlägt nur du spürst deine Wehen und die Kraft die da dahinter steckt.
Die Eröffnungswehen helfen dir den Muttermund zu öffnen, damit dein Baby geboren werden kann und können auch ganz schön schmerzhaft sein.
Wo spürst du die Wehen?
Manche Frauen spüren die Wehen im Unterbauch, Kreuzbein, unterer Rücken oder Oberschenkel.
Wichtig für dich ist zu versuchen, mit der Wehe zu arbeiten und deinen Körper dabei nicht zu verkrampfen.
Durch die Wehe hindurch atmen hilft den Schmerz zu lindern. Umso stärker die Wehen werden kannst du „Tönen“, auf ein uuu/aaa in der Wehe, der Ton geht in die Tiefe und das Öffnen deines Mundes, lässt auch den Muttermund weit werden.
Gut zu wissen jede Wehenpause ist dafür da, Kraft zu sammeln. Schließe am besten die Augen zu und lass alles in deinem Körper locker.
Tipp was dir noch helfen wird: Wärme in Form von Wärmekissen, Wärmflasche, heiße Dusche oder Wannenbad
Massage mit Öl, deine Atmung, Position z.B. Im Stehen.
Bewegung, Becken lockern durch kreisende Bewegungen oder Pezziball.
Genügend Wasser trinken, Wehen machen durstig!
Das kannst du tun:
- Zieh dir etwas bequemes an in dem du dich wohl fühlst.
- Entleere regelmäßig deine Harnblase, für gute Wehen.
- Halte deine Füße mit Socken warm
- Höre auf deinen Körper
Um Wehen in deinem Körper anzuregen kann der Darm mit einem Einlauf entleert werden durch die Darmtätigkeit, wird deine Gebärmutter angeregt.
Was ist der Wehensturm?
Wenn du keine Wehenpause mehr spürst und deine Gebärmutter permanent verhärtet bleibt. Dies zerrt schnell an deinen Kräften und es muss nach der der Ursache geschaut werden. Die Gebärmutter kann mit einem anthroposophischen Medikament wieder zur Ruhe kommen. Die Wehen werden dann auch wieder regelmäßiger z.B. alle 3-4 min.
Geschafft der Muttermund ist ganz geöffnet, die Reisen durch dein Becken geht weiter. Irgendwann spürst du einen Druck nach unten hinten und dein Baby möchte, dass du mit schiebst. Die Geburtswehen mit deiner Bauchmuskulatur schieben dein Baby in die Welt. Am besten ist es, du atmest einmal ein, lässt die Wehe ganz kräftig anrollen und schiebst dann so kräftig und lange du kannst mit, dazwischen immer einatmen. Deine Hebamme wird dir dabei helfen können. Meistens machst du und dein Baby es schon instinktiv richtig und ihr zwei braucht dabei keine Hilfe.
Herzlich willkommen dein Baby ist da.
Genießt den Moment in vollen Zügen…
Als nächstes bereitet sich dein Körper darauf vor den Mutterkuchen die Plazenta mit den Eihäuten abzugeben, nach draußen. Du spürst die Nachgeburtswehen. Wenn die Hebamme dir Bescheid gibt, dass die Plazenta sich gelöst hat kann auch diese geboren werden.
Manche Frauen spüren dann Nachwehen, besonders beim Stillen da sich die Gebärmutter wieder zurückbildet.
Hier gilt auch die Regel bei jeden weiteren Kind kannst du stärkere Nachwehen spüren.
Versuche die Wehen nicht als deine Feinde zu sehen.
Deine Hebamme Lara